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Dunum und seine Geschichte
Dunum liegt etwa 30 Minuten entfernt von der Nordseeküste. Die Gemeinde gehört seit der Gebietsreform in den 70er Jahren zur Samtgemeinde Esens. Die öffentlichen Belange regelt der Gemeinderat, der aus 11 Mitgliedern besteht.
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Dunum ist hervorgegangen aus einer Besiedlung in vorchristlicher Zeit. Für die Menschen, die im hohen Norden nach günstigen Bedignungen für eine Besiedlung suchten, bot die Lage am Rand eines großen Geestrückens einen geeigneten Platz.
Eine Besiedlung in sehr früher Zeit konnte am Radbodsberg südlich von Dunum nachgewiesen werden. Der Hügel mit einem Durchmesser von etwa 25 m und einer Höhe von beinahe 3 m soll der völkstümlichen Überlieferung nach für die Bestattung des friesischen Herrschers Radbod (679 - 719) zur Zeit der Rivalität mit den Franken  gedient haben. Bei Ausgrabungen zwischen 1898 und 1904 stieß man jedoch auf ein Körpergrab aus der Jungsteinzeit, einer Epoche, in der Menschen sesshaft zu werden begannen und erste dörfliche Gemeinschaften bildeten. Sechs Urnengräber und zehn Brandgräber aus der Bronze- und Eisenzeit, wie auch ein mittelalterliches Pferdegrab kamen ebenfalls zutage. Die Funde geben zu erkennen, dass die Gegend bereits von vorchristlicher Zeit bis über das Mittelalter hinaus kontinuierlich besiedelt war.

Im Frühmittelalter müssen sich im Bereich von Süddunum in der Nähe angrenzender Niederungen Gehöfte befunden haben, die auf eine relativ dicht besiedelte Region hinweisen. Die Verstorbenen wurden auf einem Gräberfeld in der Nähe der heutigen Grundschule bestattet.  Bei Untersuchungen zwischen 1966 und 1971 konnten beinahe 800 Körper- und Brandgräber nachgewiesen werden.
Die ältesten Gräber stammen aus dem 7. Jahrhundert. Bis ins 10. Jahrhundert hinein wurde das Gräberfeld für Bestattungen benutzt. Die Verstorbenen wurden in hölzernen Kastengräbern beigesetzt. Neben dem Bestattungsplatz auf dem Radbodsberg handelt es sich hier sozusagen um den zweiten noch heidnischen Friedhof in Dunum.

Einzigartiges Grab im Gräbderfeld Dunum mit einer bootsförmigen Verfärbung. (Bild NIhK)
Namensgebend für den Ort Dunum dürfte der Charakter der ursprünglichen Landschaft gewesen sein, die von Dünen geprägt war. Strukturen dieser Art sind am Alten Postweg im Wald in der Nähe der Siedlung am Wanderweg noch zu erkennen. Der älteste Name Dunheim kann verstanden werden als Bezeichnung für eine Siedlung bei den Dünen.

Urkundlich erwähnt wurde Dunum erstmals in einer Niederschrift aus dem Jahr 1420. Dabei handelt es sich um einen Vermerk, der die Kirche von Dunum der Kirche in Stedesdorf als Sendkirche unterstellt.

Während der Verbreitung des Protestantismus nahm Dunum eine bedeutende Rolle im Harlingerland ein. Der in Dunum tätige Geistliche Ricardus Hicco trug wesentlich zur Verbreitung reformatorischer Gedanken und der Erneuerung der Kirche im hiesigen Raum bei.

Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gab es im Ort eine ganze Reihe von Gewerbebetrieben. Im Lauf der Zeit sind sie bis auf einen kleinen Rest aufgegeben worden. Geblieben ist allein eine Dorfbäckerei, ein kleiner Gasthof und einzelne Handwerksbetriebe wie Bauunternehmen, Installateur und Tischlerei. Die Kinder von Dunum besuchen den Kindergarten in Neugaude. Für die Kinder von Dunum und Moorweg wurde die Grundschule in Süddunum eingerichtet. Weiterführende Schulen befinden sich in Esens.
Eine besondere Einrichtung stellt der Hayungshof dar. Die ehemalige Besitzerin Helene Hayungs hat ihren Hof im Jahr 2006 an die Gemeinde verkauft. Das Gebäude wurde aufwändig saniert und dient für kulturelle Veranstaltungen wie für prvate Feste.




Das Pfarrhaus von 1903 auf einem Grundstück mit altem Baumbestand
wird 2020 aufwändig renoviert.

Das Pfarrhaus der Kirchengemeinde liegt in unmittelbarer Nähe zur Kirche und zum Friedhof in der Hauptstraße 30. Mit der ganzen Pfarrstelle ist der Dienst in Dunum und in der Kirchengemeinde Esens im Ortsteil Moorweg und im südlichen Stadtteil von Esens (Pfarrbezirkt IV) verbunden.

Der Gemeinderat plant derzeit ein großzügiges Baugebiet zwischen dem Hayungshof und der Grundschule. So kann erwartet werden, dass in absehbarer Zeit etliche junge Familien zuziehen werden.

Die ehemalige Schule von Dunum von 1863,
seit dem Neubau der Grundschule das Gemeindehaus der Kirchengemeinde
mit großem Saal und zwei Gruppenräumen

 

In Dunum gibt es ein vielfältiges Vereinsleben. Neben dem Sportverein und dem Boßelverein, den Landfrauen, der SoVD, der Spielschar und dem Freundeskreis für den Hayungshof spielt der Heimat- und Verkehrsverein eine wesentliche Rolle. Dunum ist für die vom Heimat- und Verkehrsverein organisierten Grillabende über die Grenzen des Landkresies hinaus bekannt. Sie finden in der Zeit von Juni bis September immer montags statt. Die Veranstaltungen mit völkstümlicher Livemusik werden bei guter Witterung von bis zu 500 Einheimischen und Gästen besucht.

Seit dem letzten Jahr (2019) gibt es in Dunum die Bürgerinitiative Dunumundumzu mit überwiegend jungen Leuten, die sich für die Verbesserung der Strukturen im ländlichen Raum und für nachhaltiges Wirtschaften im Lebensalltag einsetzen.